AP Psychoanalyse
folgender Text ist der Bericht eines spontan zusammengesetzten Arbeitspunktes, der am Samstag Mittag auf der KIF 33.5 in Lübeck entstand
In der Mittagspause am Sonnabend haben sich dreitägige Schlafdefizite, verstandraubende Spiele, allgemeine Paranoia und mehrere mittel bis schwer durchgeknallte KIFfels zusammengetan und sich ein wenig psychoanalysiert.
Nicht wenig überraschend ist, dass herausgekommen ist, dass mindestens große Teile der KIF Teil einer komplexeren Wahnvorstellung sind. Abkürzenderweise wurde die verrückteste anwesende Person als Quelle ausgemacht, welche im folgenden von Jason dargestellt wird. Es hat sich jedoch ziemlich schnell gezeigt, dass das zu stark verkürzt ist.
Die ersten Theorien gingen dabei davon aus, dass Jason sich eine Peer-Group eingebildet hat um nicht allein in Lübeck umherirren zu müssen. Eine der in der Peer-Group vertretenen Wahnvorstellungen hatte nun ihrerseits wieder Wahnvorstellungen, die zum Auffüllen der KIF geführt hat. Ob nun jedoch alle KIFfels Teil einer dieser beiden Wahnvorstellungen sein müssen konnte letzlich nicht geklärt werden, da sich keiner zufriedenstellend darstellen konnte, wie man eine real existierende Person erkennen konnte. Es wurde nämlich festgestellt, dass sich die meisten der als definitiv wahnvorgestellten Personen in dem Glauben befanden selbstständig denken und handelnde Entitäten zu sein.
Desweiteren wurde deutlich, dass es nicht nur Wahnvorgestellte Teilentitäten zu geben scheint, sondern auch noch alternative Persönlichkeiten der Quellentität. Als Model für diese Theorie wurden mehrere User-Space-Kernel (alt. Pers.) mit je eigenen Prozessen (Wahnvorgestellte) benutzt. Die Existenz einer FORK-Funktionalität konnte nicht belegt werden, wird aber als sehr wahrscheinlich angesehen. Ausserdem gibt es starke Hinweise darauf, dass Shared-Memory bei der Implementierung genutzt wurde, da es zu spontanen Gedankenübertragungen kam und sich alle einig waren, dass jeder die Wahnvorstellungen der anderen wahrnehmen kann.
Eine der möglichen alternativen Persönlichkeiten konnte bald durch seinen hervorstechenden Größenwahn, einen deutlichen Hang zum generellen Wahnsinn sowie eine Überdosis Egozentrismus entdeckt werden. Man war sicher, dass sich nichtmal ein genauso Wahnsinniger in der Lage ist, sich so jemanden einzubilden und es sich deswegen um einen FORK auf Kernel-Ebene (siehe obiges Model) handeln muss. Ausserdem war Loki allein des Namens wegen schon prädestiniert gewesen. Die beiden bisher bekannten alternativen Persönlichkeiten stritten sich nun prompt wer von beiden denn nun die ursprüngliche Persönlichkeit sei. Beide bestanden darauf wahnsinniger als der andere zu sein. Letztlich beendete einer der beiden die Diskussion indem er meinte, dass er mit dem anderen nicht diskutieren müsse, weil es nichts bedeutenderes als ihn gebe, während der andere etwas davon murmelte, der Mittelpunkt aller Multiversen zu sein und sich daher erlauben könne sich als Null zu bezeichnen. Nicht angesprochen wurde, wer von beiden Cola-Flaschen mit der Aufschrift "the mad one's" für sich beanspruchen darf, so dass letztlich beide draus tranken.
Eine weitere alternativen Persönlichkeit wurde kurz darauf gesichtet, ihr Zweck scheint darauf begrenzt zu sein Jason fertig zu machen. Der hat sich inzwischen kurz schreiend zurückgezogen, wurde jedoch schnell wieder beruhigt. Dann bestand er darauf sich nun einen See suchen zu wollen, der glaubt aus Gin-Tonic zu bestehen. Der Ostsee wurde jedoch als zu groß betrachtet als das man bequem als Zitrone rein und raus hüpfen könne.
Daraus resultierend wurde argumentiert, dass soviel Wahnsinn offensichtlich zu viel für einen Menschen sei und die wahnvorstellende, schizophrene, dissoziativ Identitätsgestörte und seelisch divergente Entität vermutlich ein Großrechner war, der zuviele Endlosschleifen berechnet hat. Ebenso kann es sich um eine träumende KI handeln.
Desweiteren wurde eine enorme Komplexität beobachtet. Einer der Wahnvorgestellten des zweiten Grades (also ein Teil der KIF-Halluzination der Peer-Group-Wahnvorstellung) vermutet nämlich, dass Jason eine Wahnvorstellung von ihm sein müsse. Dies führt nun zu schwereren Konflikten mit der Kausalität, die sich jedoch bald geschlagen zurückziehen musste. Ein anderer Wahnvorgestellt hoffte, Jason würde eine Wahnvorstellung (egal von wem) sein, da er sich nicht vorstelle könne, dass er "in einer Realität real sein wolle, in der auch Jason real ist". Wie es scheint muss er aber damit klar kommen in einer Wahnvorstellung unreal sein zu müssen, in der auch Jason unreal ist.
Nun dachte sich Jason jedoch, wenn er schon vollkommen durchgeknallt in seinem eigenen kleinen Universum mit einen Haufen nicht weniger durchgeknallten Wahnvorgestellten und sonstigem Irrsin leben müsse, dass das auch etwas positives haben müsse und fing spontan an das Verhalten von ein paar weniger vorbereiteten Wahnvorgestellten zu beeinflussen, stellte aber schnell fest, dass er noch mehr üben muss.
Auch die Bestimmung der Umwelt ("There is no spoon") wurde geprobt ("Senk doch mal deine Körpertemperatur um 2 Kelvin und flieg mit der Energie zur Decke") sind am zu starken Glauben an die Physik und zu großer Angst vor aufgeschrammten Knien gescheitert. Die Schwerkraft hat sich nicht ablenken lassen.
Jason