Ewige Langeweile

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Ewige Langeweile
eine Dystopie

[Achtung: Unbearbeitete Rohfassung]

Der Mensch hat schon seit langer Zeit den Traum des ewigen Lebens. Der Wunsch dem Tod zu entkommen, meist verbunden mit anhaltender Jugend, sitzt tief in der Seele, die getrieben wird von dem Wissen, das unser Leben von vornherein begrenzt ist. So versuchen wir unsere Zeit mit so viel 'Sinn' (Was immer das für einen bedeutet) zu füllen und dabei mehr oder weniger gehetzt durch Leben rennen um möglichst wenig zu verpassen. Verständlich daher die Sehnsucht nach mehr Zeit, die sich dahin steigert eben garnicht mehr begrenzt in der Zeit zu sein.

Viel wurde darüber philosophiert, geschrieben und geträumt wie man unsterblich werden könnte und was man dann alles tolles machen kann. Und da gibt es sicherlich vieles schönes zu erleben. So nehmen wir mal einfach eine utopische, rundum schöne Welt als Ausgangspunkt. Die Menschen sind wirklich frei, sind nicht abhängig von Lohnarbeit, die Produktion für alles Lebensnotwendige ist vollautomatisiert oder es gibt Materiereplikatoren wie in Star-Trek-Universum. Gearbeitet wird nur aus Spaß an der Freude. Und da der Mensch ständig auf der Suche nach neuem ist, gibt es allerhand Extrem-Sportarten, extremen Weisen zu Leben und was einem noch so einfällt, wenn man mal richtig viel Zeit zum nachdenken hat.

Was aber nun, wenn man alles gesehen hat, was es im erreichbaren Universum zu sehen gibt, alles getan hat, was die Freizeitindustrie anzubieten hat, wenn "man alle Vollbäder genommen hat, die man zweckmäßigerweise an einem Sonntagnachmittag haben kann [...] und der Zeiger der Uhr unbarmherzig auf vier Uhr vorrückt und die lange, dunkle Teestunde der Seele beginnt"? [Douglas Adams, Das Leben, das Universum und der ganze Rest]

Wie geht man damit um, dass es einfach nichts neues zu tun gibt und man nur noch von ewiger Langeweile umgeben ist? Selbstmord schliesse ich einfach mal aus, das hat nicht genug Stil.

Einige Ideen möchte ich hier nun vorstellen.

Ewiger Krieg

Wenn nun ein Haufen von Leuten keine Ahnung mehr hat, was sie mit ihrer Zeit anfangen könnten, könnten sie auf die Idee kommen in den Krieg zu ziehen, bzw. einen vom Zaun brechen. Allerdings sollte man an dieser Stelle anmerken, dass der Begriff Krieg in diesem Kontext anders zu sehen sein dürfte, als wir ihn in unserer Welt kennen. Es wäre kein Gemetzel, in das mehr oder weniger gezwungene Soldaten gegen mehr oder weniger gezwungene Soldaten auf der anderen Seite gehetzt werden, bei dem ganz und gar unfreiwillige Zivile Personen leiden. Man könnte es als sehr extremen Sportart sehen, bei der das Todesrisiko höher ist als allgemein üblich.

Dabei dürften wir uns das weniger wie einen Modernen Krieg mit massivem, gleichzeitigem Einsatz aller beteiligten Kräfte, sondern eher mittelalterlich langsam. Schliesslich muss man für einen konkreten Kampf erst Krieger mobilisieren, der Gegner ist nicht technologisch unterlegen und es gibt kein großes ungleichgewicht der Kräfte. Man kann davon ausgehen, dass eine unterlegene Seite stärkeren Nachschub bekommt, da das Ziel nicht der "Endsieg" ist, sondern ein Kräftemessen in kleineren, teilweise auch gestellten Situationen.