Wie ein kalter Stein

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Veröffentlicht auf der Leipziger Protest-CD

Seit kurzem geh' ich mit offenen Augen durch die Welt,
Das hab' ich mir viel leichter vorgestellt.
Denn jetzt weiss ich wie sich das anfühlt,
Wenn man nichts mehr in den Händen hält.

Wenn das Leid so groß ist wie die Macht,
Die Tag und Nacht über mich wacht.
Und die Ohnmacht mich zu überwältigen scheint,
Weil die Ungerechtigkeit bis zum Himmel schreit.

Wie ein kalter Stein in der Mauer
Viele Risse in den Herzen
Fliesst kaltes Blut stetig und monoton
die Stimme des Alltags in meinem Kopf

Ja dann kocht die Wut in mir hoch,
Und ich sehe überall nur Tod.
Was macht das Leben dann noch lebenswert.
Wenn sich keiner mehr dagegen wehrt.

So sehr gewöhnt hat man sich an den Schmerz,
Denn er wird geschönt durch den Kommerz.
Das Empfinden dafür wird klein gehalten,
Damit man nicht anfängt selbst zu gestalten.

...

Ach mach die Augen zu es wird schon geh'n,
Du wirst dann einfach nur die Farben seh'n.
Die deine Welt bunt und schön erscheinen lassen,
Wofür solltest du sie dann hassen?

Doch pass auf wenn es dich selbst erwischt,
Und jemand deine Farben verwischt.
Vergeblich wartest du auf einen Freund,
Ja dann hast du dann wohl was verpasst.

...

Egoist heisst du die Spezies,
Die sich satt an der Armut frisst.
Die nichts ausser sich selber liebt,
Selbst dabei an der Oberfläche klebt.

Ein Fazit will ich garnicht zieh'n,
Jetzt kann man sich nur noch aufleh'n.
Gewalt war die eine Lösung für mich,
Doch das alles macht mich nachdenklich.

...
...

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