Programmparteitag und Hagen Rether

31. August 2010 11:37 von Jason

Mein Wochenende war gerade ungewöhnlich vollgestopft. Ich war mit Anja und anderen Hildesheimern zum Programmparteitag der Piratenpartei Niedersachsen in Wolfenbüttel (für die Bremer: Das liegt hier nebenan, etwas nach Osten) und haben dort auch einen ganzen Haufen Anträge eingebracht (und fast alles durchbekommen, dazu später mehr). Kurz vor Schluss sind Anja und ich dann im Tiefflug zurück nach Hi gedampft um gleich ins Kulturzelt am Wasserwerk zu gehen. Dort gab es Sonntag Abend Hagen Rether auf der Bühne zu erleben. (Wer seine Hände an eine Hildesheimer-Allgemeine bekommt: Die haben einen relativ guten Artikel darüber). Auf der Bühne war er reichlich düsterer als man es aus dem Fernsehen bzw. Youtube kennt, aber trotzdem (oder gerade deswegen) Kabarett vom Feinsten. Vielleicht erlaube ich mir nachher mal ein wenig vom Artikel zu zitieren.

Muss nun etwas vom Wochenende erholen, aber seit heute auch wieder Arbeiten (Jepp: Ich hatte tatsächlich mal Urlaub, war aber nicht der Rede wert).

Hildesheimer Piratenakademie: PGP, Pretty Good Privacy

17. August 2010 9:14 von Jason

Ein kleiner Werbehinweis in eigener Sache, folgender Text ist übernommen von www.piratenpartei-hildesheim.de:

Am kommenden Samstag findet der nächste Teil der Hildesheimer Piratenakademie statt. Am 21.08., um 16:00 Uhr, wird der Referent Jason Peper von der Piratenpartei Hildesheim die Verschlüsselung mit PGP erklären und vorführen. Auf bereitstehenden Computern kann das Programm ausprobiert werden. Die Piratenakademie findet in der Kruppstraße 16 im Gewerbegebiet Bavenstedter Straße statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

In dem zweiteiligen Workshop geht es zunächst um die Grundlagen und Motivation zur Verschlüsselung, also warum, wann und wie Verschlüsselung sinnvoll ist. Zusätzlich werden auch die Möglichkeiten digitaler Unterschriften erklärt. Anschließend wird im praktischen Teil die Benutzung von Verschlüsselung mit dem eMail-Programm Thunderbird (mit Enigmail) gezeigt. Auf bereitstehenden Computern oder mitgebrachten Laptops kann die Software selbständig ausprobiert werden. Bei mitgebrachten Laptops können auch digitale Schlüssel erzeugt werden, die auch nach dem Workshop genutzt werden können.
Mitgebrachte Schlüssel-"Fingerabdrücke" (fingerprints) werden signiert um das Vertrauensnetz (Web-of-Trust) zu erweitern. Wozu das nützlich ist wird ebenfalls im Vortrag erklärt.

Der Veranstaltungsort liegt direkt neben dem BBZ der Handwerkskammer ("Bauteil B").

Umzug

26. July 2010 13:50 von Jason

So einiges von Bedeutung fällt manchmal einfach unter den Tisch. So bin ich z.B. gerade umgezogen. Und habe es nicht mal irgendwo auf meiner Webseite oder im Blog beschrieben. Man könnte meinen ich hätte mich schon aus dem Netz ausgebürgert. Was ein kleines bisschen ja auch stimmt, aber glücklicherweise nur ein kleines bisschen.

Jedenfalls hat sich die Aktivität mal wieder verschoben. Denn nun wohne ich wieder in einer Stadt und kann damit vor die Haustür gehen ohne auf einem Feld zu stehen. Daher werde ich auch wieder Aktivitäten im realen Leben aufnehmen. Zudem bin ich nun eher politisch in Mailingslisten beschäftigt und weniger in der Bloggerei – auch wenn ich das eigentlich ändern will, realistisch ist es in nächster Zeit nicht.

Viel Twitter, kein Blog?

23. July 2010 9:51 von Jason

Moin!

Mir wird gerade bewusst, dass ich eigentlich seit langer Zeit nichts mehr im Blog schreibe, dafür aber recht viel via Twitter respektive Identi.ca

Das ist ein wenig Schade, weil einiges von dem geschriebenen mehr als 140 Zeichen verdient und zudem einiges dort garnicht geschrieben wird :( Auf der anderen Seite steht mein knappes Zeitbudget…

Ich denke was ich bräuchte wäre ein Werkzeug um aus einer Liste meiner Kurzbeiträge welche anzuklicken, die dann als Vorlage für einen Blogbeiträg genutzt werden, den ich dann ausbauen kann. Oder so ähnlich.

Bis auf weiteres versuche ich mal das per Hand zu tun.


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"complete cessation of existence and the annihilation of consciousness"

Towelday 2010

25. May 2010 10:24 von Jason

from my identi.ca log

25.05.2010 00:00 trublu: #towelday 2010 begins now (CEST) - in memoriam Douglas Noel Adams - see you at milliways [33437436]

25.05.2010 00:07 trublu: three pints o' beer, two packs o'peanuts, a towel and a copy of the hitchhiker's guide - damn, I'm getting sentimental ;) [33438119]

25.05.2010 08:46 trublu: been shopping in dressing gown (w/ proper clothing underneath) was kinda fun - oh the looks ;) #towelday [33478437]

25.05.2010 09:09 trublu: auch mal in ISO639-1-DE: War heute morgen im Morgenmantel einkaufen - sehr skurril ;) #towelday [33480579]

to be continued

test mit blogtk2

2. May 2010 22:10 von Jason

Ich teste mal offline-blogging mit blogtk2. Vielleicht schaffe ich es dann mal eher die ganzen Blogposts die ich im Kopf habe auch tatsächlich ins Blog zu bringen

Update: Scheint zu funktionieren

Asus X51 Sound unter Linux funktioniert (endlich)

2. May 2010 21:09 von Jason

Auf meinem – bald drei Jahre alten – Laptop funktioniert nun endlich der interne Sound. Dieses uralte Problem hatte ich in der Zwischenzeit frustriert aufgeben und mir eine externe USB-Sound"karte" zugelegt.

Hin und wieder jedoch habe ich den Treiber für die hda_intel gebaut und ausprobiert. Bisher immer ohne Erfolg. Heute jedoch habe ich den Treiber aus dem Kernel 2.6.32(-tuxonice-r5) gebaut, aktiviert, alle Elemente aktiviert und – Ton vernommen! (Bruce Springsteen – I'm on fire, zufällig ausgewählt von Audacious).

Also kann ich jetzt, kurz bevor das Laptop in Rente gehen könnte, Ton ohne externe Soundkarte und Lautsprecher mal eben einfach so und wann es mir passt hören. Welch ein neues Gefühl der Freiheit, das ich schon lange nicht mehr kannte. Und wohl kaum einer nachvollziehen kann, denn unter Linux ist so ein Problem eigentlich kaum noch bekannt. Letztens hat mich z.B. xsane vom Sockel gehauen als es out-of-the-box einen Scanner über Rechnernetz ("Netzwerk") gefunden, eingerichtet und genutzt hat. Vor zehn Jahren war Konfigutationsfreiheit wohl noch ein feuchter Traum, nun hat es sogar mich eingeholt.

Buch kapott

16. February 2010 15:17 von Jason

Da habe ich ein paar neue Bücher geliefert bekommen und natürlich gleich reingeschaut. Meine Wahl fiel sofort auf Salmon in doubt, welches ich nun endlich originalsprachlich bestellt habe. Gleich mal mittenrein gelesen und den Artikel "The little computer that could" aufgeschlagen. Sehr lustiger Text, er endet aber irritierenderweise nach nur zwei Seiten mit dem Satzfragment "Once you". Adams schreibt ja schon öfters auch ins Absurde gehende Texte, aber so fragmentiert kennt man nur die titelgebende Geschichte und die ist am Ende des Buches und endet immerhin mit einem vollständigen Satz.

Etwas Klarheit stellte sich ein, als ich anhand der Seitennummerierung sah, dass die Seiten 107-154 komplett fehlen. Etwas später fand ich dann auch heraus, dass die Seite 59-106 doppelt vorhanden sind. Hrmpf. Buch kapott.

Den Artikel habe ich den eben kurzerhand auf deutsch beendet, aber muss nun erstmal das Buch zurücksenden.

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Der Kurs "Flirten für Informatiker" wurde inzwischen zusammen mit
"Freeclimbing für Epileptiker" aus allen VHS-Programmen entfernt.
[Jochen Linnich in ]

Steuern für nicht-Kirchenmitglieder

22. December 2009 15:44 von Jason

Der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle will eine Steuer analog zur Kirchensteuer für nicht-Kirchenmitglieder erheben.(Quelle: u.a. Reuters) Erhalten soll das Geld beispielsweise das Rote Kreuz. Er argumentiert, dass nicht-Kirchenmitglieder ja auch soziale Dienste nutzen und sollten daher auch daran mitfinanzieren.

Ich hätte mir ja schon gewünscht der gute Herr hätte sich vorher informiert, wer die sozialen Dienste hierzulande eigentlich bezahlt, denn die nicht-Kirchenmitglieder würden dann doppelt bezahlen. Bereits heute werden nämlich fast alle kirchlichen Sozialdienste vom Staat bezahlt, nur zwischen zwei und zehn Prozent kommen von den Kirchen. Und selbst dieser Anteil besteht wiederum nur zu einem Teil aus den Kirchensteuern, denn die Kirchen bekommen noch zusätzlich Geld vom Staat für die "Erledigung ihrer Aufgaben"

Details zu den Kirchenfinanzen kann man auf folgenden Seiten finden:

Nebenbei: Was mich sonst noch an unserem Kirchenstaat stört: http://www.c-peper.de/wiki/Atheismus_aktiv

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Religionen sind falsche Mittel zur Befriedigung echter Beduerfnisse.
- Karlheinz Deschner (Bissige Aphorismen)

Petition zur Trennung von Staat und Kirche

2. November 2009 21:38 von Jason

Moin!

Es geht (mal wieder) um die Trennung von Staat und Kirche. Der geneigte Leser mag sich erinner, dass mir dieses Thema etwas am Herzen liegt, insbesondere weil es in der Politik nicht vorkommt.

Nun gibt es seit heute eine Petition zur Trennung von Staat und Kirche im Petitionssystem des Bundestages.

Ich habe diese Petition mitgezeichnet, allerdings mit gemischten Gefühlen. Prinzipiell unterstütze ich das Vorhaben (daher die Mitzeichnung), aber der Petitionstext ist etwas zu weit, etwas zu kurz und etwas vorbeigezielt geraten.

Etwas zu kurz geraten, weil einige wichtige Punkte garnicht berücksichtigt sind. (Z.B. einige Punkte meiner kleinen Liste, die selber schon bei weitem nicht vollständig ist). Aber gut, wenn überhaupt angefangen wird, ist das ja auch schön.

Etwas zu weit gegriffen finde ich allerdings den Teil, in dem Religion scheinbar komplett aus der Öffentlichkeit verdrängt werden soll ("die Religionsausübung sollte sich auf das private Umfeld und natürlich die entsprechenden Gotteshäuser beschränken."). Das finde ich nicht in Ordnung. Zwar würde ich Religion gerne in einer unbedeutenden Ecke sehen, aber nicht per staatlicher Verordnung. Das muss durch Aufklärung und alternative Angebote geschehen (z.B. solche, die ohnehin in der Pflicht eines Staates stehen sollten).

Auch mit dem letzten Absatz kann ich nichts anfangen, der ist aber eher banal. Warum Rettungsdienste kirchlich organisiert sein sollen erschliesst sich mir nicht. "Kirche zur Gefahrenverhütung" verstehe ich gerade nicht auf Anhieb und Militärpfarrer halte ich auch nicht für sinnvoll.

Sehr weit daneben gezielt finde ich diese Petition, weil die meisten Verstrickungen zwischen Staat und Kirche auf der Ebene der Bundesländer stattfindet oder direkt im Grundgesetz verankert sind. Eine Petition an den Bundestag dürfte daher wenig bringen (wenn Petitionen nicht ohnehin ignoriert würden). Zum anderen habe ich mit einiger Deprimierung erfahren müssen, wie alle neuen Bundesminister mit "So wahr mir Gott helfe" vereidigt wurden (Bei der C[DS]U erwartet, bei der FDP aber überraschend, zumindest für mich). Die meisten Politiker stehen den Kirchen näher als deren Verankerung in der Bevölkerung entsprechen würde.

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In the beginning, man created God. - Jethro Tull