KW 28

von Jason

So einiges blogbares ist in der letzten Woche passiert, aber mangels Zeit und Motivation schreibe ich gerade nur in Zusammenfassung.

Am Donnerstag habe ich mein Fahrrad nach Nordstemmen überführt. An sich nicht so spannend, allerdings war das äusserst spontan. Eigentlich sollte das Fahrrad hier bleiben, um den Sommer noch in Bremen zu fahren. 10 Minuten bevor mein Zug fuhr habe ich jedoch alles umgeplant, das Fahrrad gesattelt und auf die Straße gejagt. Der Grund: Zwei USB-Wlan-Sticks. Die sind nämlich in Achim bei meinem Bruder angekommen und die wollte ich unbedingt nach Nordstemmen bringen (um nicht Kabel durch die ganze Wohnung spannen zu müssen). Der Plan war also mit der Regionalbahn nach Achim, innerhalb von 25 Minuten zu meinem Bruder und zurück (ca. 3km) und den Regionalexpress zu erreichen. On-Board-Kurier in klein quasi.

Am Freitag haben wir dann nach langem durchhalten doch dem Wetter nachgegeben und einer spontanen Eingebung im Supermarkt folgend Grünkohl gekocht. Wer immer die Wetterkontrolle derzeit ausübt muss das mitbekommen haben, denn die zweite Portion am Samstag haben wir bei 30°C im Schatten gegessen.

Samstag war auch der Tag des langerwarten Sofakaufes. Anja hat einen hinreichend großen Anhänger gemietet und es zusammen mit ihrem Bruder aus Paderborn abgeholt. Da das größte Einzelstück 2,30m lang ist, waren sowohl Anhängerbeschaffung als auch Tragen durch das Treppenhaus nicht trivial. Bei ersterem mussten wir feststellen, dass drei zur Verfügung stehende Anhänger allesamt zu klein waren. Letzteres war vor allem ein Kraftakt in der Form, das Sofa hochkant auf der kleinsten Seite stehend durch das Treppenhaus zu bewegen.

Samstag Abend (/Nacht) bin ich auch in meiner Diplomarbeit einen bedeutenden Schritt vorwärts gekommen. Das neue extrem modulare System für die Gestenerkennung an dem ich arbeite ist nun zum ersten mal soweit lauffähig, dass es nun die relevanten Funktionen des alten Programmes nachbilden kann. Das neue System wurde notwendig, weil das alte Programm monolithisch und kaum bzw. nur schwer erweiterbar ist. Als Basis für den neuen Gestenerkenner dient ein Framework aus einer Statemachine mit abstrakten Modulen und einem XML-Parser besteht. Der Parser liest die Konfiguration für die Gestenmodule ein. In der Statemachine werden die modularen Bedingungen der einzelnen Gesten geprüft und ebenfalls vollständig abstrahierte Aktionen ausgeführt. Obwohl für die (Wieder-)Eingewöhnung in C++ und die Fehlersuche recht viel Zeit verbraucht wurde, ist das Resultat nicht halb so kompliziert wie dessen Beschreibung.

Sonntag habe ich dann noch ausgenutzt, dass ich mein Fahrrad in Nordstemmen habe und bin in der Mittagssonne (Ja, ich bin wahnsinnig; Warten bis zu einer milderen Uhrzeit war nicht möglich) den Marienberg hochgefahren. Im Gegensatz zu den Touren in Bremen, bei denen die Höhenunterschiede meist nur auf Deichen und Brücken zu überwinden sind, waren die Serpentinen, die ca. 4 der 7km langen Strecke ausgemacht haben, sehr ungewohnt und haben die Gesamtstrecke deutlich geringer ausfallen lassen.


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