Wikistress

von Jason

Viele die mich kennen, dürften festgestellt haben, dass ich feste Regeln nicht so gerne mag und manchmal gerne auch mal alle Regeln über Bord schmeisse um alles auszudiskutieren (Bébé durfte schonmal reichlich darunter leiden). In der Wikipedia halte ich das im wesentlichen recht ähnlich, allerdings habe ich in zwei Bereichen Ausnahmen gemacht und mir eine recht feste Meinung gebildet und tendiere dazu die auch dort durchzusetzen, wo ich darüber stolpere. Diese sind Trivialitäten und Weblinks. Erstere halte ich für Fan/Spezialistenwissen, die nicht wirklich von allgemeinen Interesse sind und oft vom eigentlichen Inhalt ablenken. Bei den Weblinks bin ich sogar noch ein wenig konsequenter. Meine Philosophie ist da recht simpel: Alle wichtigen Informationen sollen direkt in die Wikipedia, damit die Artikel möglichst gut für sich selber sprechen können und bspw. eine Wikipedia-CD auch ohne Internet funktioniert. Nur in Ausnahmefällen, etwa wenn Inhalte rechtlich nicht in die WP dürfen (z.B. wegen Urheberrecht), in der WP explizit unerwünscht sind (bspw. reichhaltige Datenhalden) oder der Artikelgegenstand eine eigene Webseite hat (bspw. Firmenseiten).

Bei der Umsetzung ist es auch durchaus zu erwarten, dass es mal zu Diskussionen kommt, hin und wieder auch mal etwas unfreundlicher. Oft lassen sich die Diskussionspartner aber überzeugen oder es können Kompromisse gefunden werden. Der Regelfall ist jedoch, dass nicht einmal auffällt, wenn ein Weblink plötzlich weg ist.

Deutlich anders sieht es hingegen aktuell in einer festgefahren Diskussion aus, die ich durch eine Nachfrage um einen Spezialfall losgetreten habe. Mittlerweile hat sie größere Ausmaße angenommen und mehr als 40.000 Zeichen (mehr als die meisten Artikel, etwa halb so viel wie der komplette Bremen-Artikel) lang ist. Und wie es aussieht wohl erst durch eine Grundsatzentscheidung zu lösen ist.

Mit sowas muss man leben, wenn man kollektiv arbeiten möchte. Womit ich aber nicht wirklich leben möchte ist eines der Argumente der "Gegenseite", was auch der Auslöser für dieses Posting geworden ist. Einige der Diskutante scheinen nämlich der Ansicht zu sein, Bearbeitung oder gar Entscheidungen zu Spieleartikel dürfen nur von Spieleexperten vorgenommen werden.

Da hört für mich dann das Verständnis für die Gegenposition auf und fange an mich zu verbeißen :(


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