Arbeitsweg-Dilemma
von JasonIn den nächsten Wochen muss ich eine Lösung für ein neues Problem finden: Wie fahre ich zu meinem Arbeitsplatz?
Da die Reise ja nicht die Kürzeste ist (ca. 38km pro Strecke), ist diese Frage sehr wichtig und im Gegensatz zu den Sieben Kilometern zur Uni auch finanziell relevant. Ohne Berücksichtigung möglicher Fahrgemeinschaften, deren Möglichkeiten ich erst im Mai ausloten kann, gibt es also zwei Möglichkeiten: Das Auto und eine Kombination aus Metronom und Stadbahn. Neben den Üblichen Vor- und Nachteilen (Auto: Individueller, aber Umweltschädlicher; Bahn: Man kann z.B. lesen, aber fester Fahrplan.), sind dabei ja die wichtigsten Faktoren Fahrzeit und Kosten. Und der Vergleich Auto vs. Bahn ist bei diesen beiden Faktoren bisher nicht Entscheidungsfördernd:
Fahren mit dem Auto kostet monatlich etwa 170 € für Sprit (Reparatur und Unterhalt fallen tendenziell ja eh an) und dauert pro Fahrt etwa 40 Minuten (ausserhalb der Rush-Hour, die muss noch getestet werden). Tendenziell dürfte dieser Preis auch noch steigen, wenn die Spritpreise es auch tun (was wohl passieren wird).
(Stadt-)Bahnfahren hingegen kostet monatlich mit dem Hildesheim-Tarif des GVH 90 € bzw. 110 € (je nachdem ob Jahresabo oder einzelne Monatskarte), dauert dafür jedoch 65 Minuten und zwei Umstiege.
Vorerst werde ich die Entscheidung noch aufschieben, in den Mai-Wochen werde ich verschiedene Zeiträume für die Autofahrt (sehr früh anfangen/spät anfangen) und die Bahnfahrt je eine Woche lang ausprobieren. Und dann hoffen, das eine Möglichkeit sich als deutlich am Günstigsten herausstellt.
Was mich aber sehr interessiert: Wie würdet ihr entscheiden?
Am 28. April 2008 um 16:46 Uhr
Hm, dein letztendlicher Ansatz ist natürlich erstmal sinnig, insofern folgend eine pure Intuitionsspekulation:
Eine halbe Stunde (Anfahrt zum/vom Bahnhof inklusive/vernachlässigbar?) mehr machts auch nicht so sehr, wird im Zweifelsfall durch den nötigen Sicherheitsrahmen auch aufgehoben.
Dagegen könnte ich bei 2x einer Stunde Fahrt endlich mal täglich sinnigen Tätigkeiten nachgehen, die man sonst nicht machen würde, weil es sinnvolle[re]s zu tun gibt: Nachdenken, Tag reflektieren, Tagebuchschreiben, Kurzgeschichten schreiben, Zeitung lesen, Bücher lesen, …
…also wäre ich für Bahnfahren, solange bis ich zu diesen Tätigkeiten keine Lust mehr habe. In meinem Fall wäre das voraussichtlich nie.
Ansonsten müsste ich mir die nicht-boolsche Variante des Problems erkaufen, d.h. Monatskarten nehmen:
Die Sommermonate (und damit meine ich die WIRKLICHEN Sommermonate) kann man gut autofahren – es sei denn natürlich, es sind wieder(?!) 30°… also eh, ja. Vielleicht meine ich doch eher die Frühlingsmonate. Aber da könnte ich das dann machen.
In den (wirklichen) Wintermonaten ist Autofahren dagegen doof. Da teile und pflege ich meine Winterdepression lieber im Zug.
Hm. Ich würd also wohl bahnfahren. Wenn Du natürlich einer der (Mehrheit von) Menschen bist, der keine fünf Minuten im Bus sitzen kann ohne sich mit Handy & Co. von sich selbst abzulenken, musst Du autofahren. Wozu mir wiederum einfällt, dass Du dir auch eine Handyflatrate kaufen kannst und dann via Freisprecheinrichtung zu Hause deinen Senf zum Leben und Aufwachen deiner Mitmenschen abgeben könntest – aus dem Zug heraus, versteht sich.
Wenn ich dann mal verschlafe, kann ich zur Not (wie oft fährt der Zug?) immernoch Auto fahren. Wenn ich dann täglich verschlafe, stehe ich vor der Frage, ob mein Unterbewusstsein a) nicht zugfahren oder b) nicht früh aufstehen will. Das wäre eine sehr einfache Frage, hätte aber wohl ohnehin für beide Fälle das gleiche Ergebnis. Dieser Fall wird aber natürlich erst auftreten, wenn ich bereits eine Jahreskarte habe.
Wenn Du dich derweil nun gar nicht entscheiden kannst, musst Du eben einen Autozug nehmen… ob Du das dann Hin mit dem Auto fährst und zurück mit dem Zug, oder andersherum, oder Du dich einfach in dein Auto im Zug setzt, sei Dir überlassen ;-)
So. Ich denke mal, dieser Kommentar ist jetzt länger als der Eintrag selbst. Ich hoffe, damit wirst Du nie wieder nach unserer Meinung fragen. Oder zumindest mich explizit ausschließen. Oder so.
Am 29. April 2008 um 08:45 Uhr
lange Kommentare werden dich nicht von solch einer Bitte ausschließen ;)
Danke für deine Sicht.
Zu ein paar Details:
Der Weg zum Bahnhof ist tatsächlich vernachläsigbar (5min.).
Der Zug fährt stündlich, also muss ich autofahren, wenn ich verschlafe.
Autozug gibt es sogar tatsächlich in Hildesheim (ca. 14km von hier), aber nicht in Hannover ;)
Ob und wann mir die jeweilige Fahrmethode überdrüssig wird ist natürlich schwer vorherzusehen. Aber das die Bahnfahrkarte im Jahresabo am günstigsten wird, sollte ich mir da schon sicher werden.
Am 7. May 2008 um 08:53 Uhr
UMWELTSAU!!!!!!!! ;-)
also bahnfahren natürlich! autofahren ist böse. und im zug kann man die zeit sinnvoll nutzen, zum blog einträge verfassen z.b., oder zeitung lesen oder du holst dir die o2 wap flatrate für mobiles internetvergnügen (was ist falsch daran, wenn man auch bei 5 minuten busfahrt anfängt am handy rumzuspielen?!? *g*)
für was hast dich denn nun für den anfang entschieden? und wie waren die ersten arbeitstage so?
Am 8. May 2008 um 19:01 Uhr
Nun sind erste "Meßergebnisse" da: Die Fahrzeit mit dem Auto hat sich auf ca. 50-55 Minuten erhöht, momentane Abfahrzeit ist so 07:0 Uhr. Bin mir noch nicht sicher, ob ich bereits nächste Woche die Bahnvariante teste.
Am 19. May 2008 um 10:30 Uhr
Ich habe gerade wieder etwas gesucht und eine von Hand zusammengestellte Bahnverbindung gefunden, die mich in 54 Minuten zur Arbeit bringen könnte. Allerdings sind die Umsteigezeiten nicht verspätungssicher und ein Fußweg vom Hauptbahnhof zum Kröpke könnte notwendig werden. Testbericht wird folgen.