Wir sind Vegan

von anja

Wir haben uns so einige Gedanken gemacht und sind zu dem Schluss gekommen das Vegetarismus nur ein Weg sein kann der zum Veganismus führt, wir wollen nicht länger tierische Produkte als Lebensmittel sehen nur weil sie "gut" schmecken; Es schmeckt nicht mehr.

Selbst Biohöfe sperren Tiere ein, beuten sie aus und entscheiden über Leben und Tod.
Uns ist klar welche Reaktionen kommen, aber wir sind nicht verrückt oder extrem. Es ist extrem verrückt jemanden umzubringen aufgrund seines Geschmacks sowie Massentierhaltung und Überzüchtung in Kauf zu nehmen. Wir möchten nicht mehr tolerant sein und sehen wie intolerant sich Menschen gegenüber anderen Lebewesen verhalten …hier geht es nicht mehr nur um Meinung sondern um Mord1.

Anja, Jason, Marie, Shanti und Katja
1 Tötung mit Heimtücke, Grausamkeit und aus niederen Beweggründen.


17 Reaktionen zu “Wir sind Vegan”

  1. Micha

    Super! Glückwunsch!!

    Stimme euch vollkommen zu!

    Vor allem dieses scheinheilige "ach ist doch Bio-Fleisch"… Mord bleibt Mord, auch gegenüber anderen Spezies.

    Und lasst euch nicht unterkriegen von allen, die nun schreien werden. Ich finde es toll, dass ihr diese Entscheidung getroffen habt und auch so deutlich dazu steht.

    Leider bin ich da im Moment noch nicht konsequent genug für, beschäftige mich aber auch immer konkreter mit veganer Ernährung zur Zeit.

  2. André

    Also ich frage mich ja, wie das funktionieren soll.
    Tiere sind Lebewesen, keine Frage. Aber sind Pflanzen das nicht auch?
    Nur, weil Sie auf andere Art und Weise kommunizieren, haben Sie deswegen weniger Respekt verdient?

    Wenn man den Gedanken konsequent weiter verfolgt, darf man letztlich nur noch das Essen, was auf natürlichem Wege starb. Aber ist so eine Ernährung möglich?

    Ich möchte euch keinesfalls abbringen, denn ich finde die Entscheidung gut. Aber ich finde es scheinheilig das ganze mit der Art zu begründen, wie Tiere gehalten und gezüchtet werden.

  3. Jason

    @Micha: Super! Wenn du Fragen zur Ernährung hast oder Anregung brauchst, schreib uns mal an, wir haben ja gerade umgestellt, bzw. sind auch noch dabei weitere Möglichkeiten zu erkunden. Allerdings werden auch die Fallen mehr, es gibt wohl noch mehr versteckte und teilweise undeklarierte Tierprodukte als ich für möglich gehalten habe. Auch habe ich "neue" (für kich war es neu) undeklarierte Fleischprodukte in Brause entdeckt. Urgh….

    @André: Für das etwas dämliche Argument gibt es so viele Antworten, dass ich eigentlich einen einen Blogpost dafür bräuchte. Hier nur ein paar Stichworte:
    - Tiere haben nachgewiesen und leicht beobachtbar Schmerzen und Gefühle.
    - Pflanzen haben kein Nervensystem.
    - Du verbrauchst wesentlich mehr Pflanzen als ich (vieles davon indirekt), daher ist es eher scheinheilig, wenn Fleischesser dieses Argument bringen gegenüber denen die effektiv sogar ihren Pflanzenkonsum einschränken.
    - Frutarier essen und nutzen tatsächlich keine ganzen Pflanzen, aber tun dies eher aus anderen Gründen.

  4. Micha

    @Jason: Danke, komm ich gerne mal drauf zurück. Wobei ich eher einen "inkonsequenten Veganismus" anstrebe, das ganz konsequent durchzuziehen ist schon schwierig. Dann darf man nicht mal mehr Brötchen vom Bäcker essen, weil da fast immer Milch drin ist.

    @André: Prinzipiell hast du da schon irgendwie auch recht. Das einzige, was in der Natur definitiv zum gegessen werden vorgesehen ist, sind Früchte (Obst + Gemüse wie Gurken, Tomaten, Kürbisse…). Aber ob man sich auf dem moralischen Level noch gesund ernähren kann ist echt fraglich. Ansonsten stimme ich da Jasons Argumenten zu, ob man auf Tiere oder auf alles Lebende verzichtet ist schon noch ein enormer Unterschied.

  5. Jason

    Viele Produkte ausserhalb der Supermärkte sind problematisch, auch wenn man das kaum vermuten mag. Sehr viel implizit vegetarische Produkte sind mit Milch "verunreinigt", teilweise ohne nachvollziehbaren Grund.

    Aber selbst im Supermarkt ist es manchmal schwierig, weil nicht alles gekennzeichnet sein muss. Beta-Carotin kann z.B. in Fischgelatine gekapselt sein, draufstehen muss es aber nicht. Richtig lecker ("Da ist Fisch in deiner Brause…").

  6. luttz

    Ich stimme André in dem Punkt zu – alles weitere habe ich bereits recht ausführlich über die Mailingliste kundgetan. Und das indirekte Essen von Pflanzen mitzuzählen ist schon reichlich komisch – als ob Tiere nur deshalb Pflanzen essen würden, da man sie verspeisen möchte, und das sonst nicht täten o.O

    Und das ganze als "dämliches Argument" zu bezeichnen: du redest von Intoleranz gegenüber anderen *Lebewesen* (ja, explizit dieses Wort), nicht er…

  7. Jan

    Verzichtet ihr dann auch auf Lederschuhe, Pferdehaarpinsel, Schurwolle, Horndünger Lebensmittel mit Farbstoffen und Medikamente? Was macht ihr, wenn einer von euch krank wird?

  8. Jason

    Mit Ausnahme der Medikamente: Ja. Dadurch sollte auch die zweite Frage beantwortet sein. Bei den Farbstoffen: Kommt drauf an. Beta-Carotin und Karminrot sind raus, bei den anderen werden wir uns jeweils schlau lesen, was das ist. Karminrot ist übrigens allein wegen ekel schon raus…

  9. spir

    ist ja schon interessant das du die Seite geschlossen hast nachdem die vegane Ernährung kritisiert wurde. Nun trotzdem noch einmal.
    Was Erwachsene machen ist deren Sache aber über Kinder so extrem zu entscheiden ist etwas ganz anderes. Alles was extrem betrieben wird ist gefährlich, sei es Religion, Politik, oder Ernährung!

    Wie ungesund ist eine vegane Ernährung für Kinder?
    Lore Voerg, Deutschland
    Eine vegane Ernährung ist im Baby- und Kleinkindalter ungeeignet, da dies eine Phase schnellen Wachstums und körperlicher Entwicklung ist, in der Energie und Nährstoffe besonders wichtig sind. Eltern sollten sich der bei einer veganen Kost ihrer Kinder möglichen Nährstoffmängel bewusst sein. Die Ernährung von Kindern sollte eine ausreichende Zufuhr an Eiweiß und Energie für ein gesundes Wachstum, an Eisen (um Anämien vorzubeugen), Vitamin B12, Vitamin D und Calcium (um Knochenkrankheiten vorzubeugen) und an Fett- und Aminosäuren gewährleisten. Vegetarische Ernährung kann zu Vitamin- und Proteinmangel führen, weshalb man bedarfsgerecht planen sollte. Wir empfehlen daher, Babys und Kleinkinder nicht strikt vegan zu ernähren. Des weiteren wird gerade in diesem jungem Alter der Geschmack entwickelt. Eltern sollten ihren Kindern die Möglichkeit geben eine Vielfalt an Geschmäckern und Texturen kennenzulernen, da diese Erfahrungen auch Auswirkungen auf die Entwicklung späterer Vorlieben oder Abneigungen gegenüber bestimmten Lebensmitteln haben können.

  10. spiri

    und noch etwas
    Eine vegane, also streng vegetarische Kost nur aus pflanzlichen Lebensmitteln ist dagegen für Kinder ungeeignet und gilt sogar als gefährlich, da sie schwere Wachstumsstörungen zur Folge haben kann. Neben der Gefahr, dass ein Kind zu wenig Energie und Eiweiß erhält, ist oft auch die ausreichende Aufnahme insbesondere von Kalzium, Eisen, Jod, Vitamin D, B2 und B12 kritisch.

    Wenn Sie dennoch eine vegane Ernährung für ihr Kind wählen, so sollten sie sich vorher dringend kinderärztlich beraten lassen.

    Natürlich kann man auch hier Gegenargumente finden wenn man nur die eigene wahrheit sehen will, aber man sollte bedenken das evtl. Ernährungsfehler bei einem Kind nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Und was sagt ihr dann Marie wenn sie nicht richtig wächst und ihre Knochen nicht stark genug sind und sie in der körperlichen Entwicklung zurückbleibt.

  11. Jason

    Seite geschlossen? Wie, wo, was, habe ich was verpasst?

    Zu deinem Zitat: Ist es gerade Zufall, dass diese Lore Voerg scheinbar nur diesen einen Text im Netz veröffentlicht hat und das bei einem Verband aus Milchverarbeitenden Konzernen?

    Zur Literatur: Haben zwar schon andere vor mir erwähnt, aber der Vollständigkeit halber: "Vegan leben" von Gill Langley (dt. Auflage 1999, engl. Original 1988/1995), mit einem ganzen Kapitel über Mütter und Kinder, in dem nicht nur behauptungen aufgestellt werden, sondern auch Quellen und wissenschaftliche Untersuchungen genannt und referenziert werden.

  12. Jason

    Kleiner Nachtrag noch: Mindestens ein Teil dieser Konzerne arbeitet übrigens nachweislich mit irreführender Werbung…

  13. Ava Odoemena

    Ich habe diese Diskreditierungsreflexe gegen Veganer schon so oft gesehen, aber wenn der Hebel gegen vegane Kinder angesetzt wird, ist IMO die Grenze zur Diskriminierung längst überschritten.

    Wer nur zur Zwecken der Verunglimpfung vegane Kinder benutzt, um seine eigene Weltsicht zu retten, entlarvt damit ja erstmal genau die Absicht, die er bei Veganern verortet: Der Übertrag einer extremen Ideologie auf Kinder. Denn was könnte extremer sein, als seine Kinder im Glauben zu erziehen, Tiere und Dinge aus ihren Körpern seien Nahrungsmittel?

    Sicherlich findet sich schnell eine verunglimpfende Aussage die vor veganer Ernährung bei Kindern warnt, genau so findet sich aber auch das Positionspapier der ADA, die eine vegane Ernährung für jedes Lebensalter und Situation für adäquat befindet. Bei Negativaussagen kommt hinzu, dass die sich alle auf die DGE zurückrecherchieren lassen, und in den Beiräten der DGE sitzen nunmal Unternehmen aus der tierverarbeitenden Industrie. Die Vorgehensweise der DGE habe ich in Infokrieg gegen Veganer schoneinmal ausgeleuchtet.

    Und neben der wissenschaftlichen Begleitmusik, gibt es schließlich auch nocht die REALITÄT gesunder Kinder, darunter viele, die vegan geboren wurden.

    Letztendlich ist die Verunglimpfung veganer Lebenskultur nicht nur ein Angriff auf die Würde von Veganer, sondern hier wird mit einer Binsenweisheit Schindluder getrieben: Schlechte vegane Ernährung ist schlecht.

    Das Argument gegen vegane Ernährung von Kindern verleugnet demnach, dass gute vegane Ernährung gut ist. Das einzige was, neben den Grundkenntnissen veganer Ernährung bei Kindern beachtet werden muss, ist, dass sie mehr Fett und Eiweiß benötigen. Und dies ist mit einer adäquaten veganen Ernährung problemlos realisierbar.

  14. Ava Odoemena

    Zum Pflanzenverbraucht: Wenn doch die Leute, die sich ihrem Diskreditierungsdruck so willenlos ergeben, doch nur einmal ein wenig recherchieren würden, dann würden Debatten über den Veganismus nicht immer sofort ins Saure umkippen.

    Nichtveganer verbrauchen selbstverständlich MEHR Pflanzen, und zwar VIEL mehr. Denn die Opfer müssen schließlich ernährt werden. In Wahrheit stehen die nämlich gar nicht auf grünen Weiden im Alpenvorland, sondern werden mit Futterpflanzen wie Mais und Soja und Nahrungsergänzungsmittel gemästet.

    Wenn alle Menschen vegan wären, wäre dieser Futterbedarf schließlich nicht vorhanden, demnach ist das Argument, dass die Tiere auch ohne Ausbeutung essen müssten recht verzweifelt.

    Nichtveganer haben meistens nicht die GERINGSTE Ahnung, wie EXTREM der Pflanzenbedarf für ihre Ernährungsart ist. Denn eine MINDERHEIT der Menschen ernährt sich nach westlichem Muster, und diese MINDERHEIT belegt über den Umweg der tierbasierten Ernährung die MEHRHEIT der weltweiten Agrarflächen. Eine tierbasierte Ernährung ist also für alle Menschen schon PHYSIKALISCH nicht realisierbar. Es fehlt der Platz auf dem Planeten. 90 % der Weltsojaernte endet als Futtermittel. Entgegen der Diskreditierungsfantasien sind NICHTVEGANER für die Abholzung des Regenwalds verantwortlich, und auch in jedem Liter Tiermilch stecken mehrere Liter Sojamilch.

    Da haben wir über die Ethik noch kein Wort verloren…

    Und jetzt soll auch noch Energie mit Pflanzen als Puffertechnologie genutzt werden. Ohne vegane Agrarwende ist dies ein WEITERES System, dessen Code die Fahrt gegen die Wand inhärent programmiert hat.

    Veganismus ist also nicht nur eine Frage der Ethik, sondern auch eine Frage der Intelligenz. Deswegen Leute, schaltet euer Hirn ein, und hört auf, euch selbst mit diesen banalen Rechtfertigungsversuchen zu hypnotisieren.

    Denn WER hier angesichts der Zusammenhänge seine Kinder und deren Zukunft schädigt, ist mehr als offensichtlich.

  15. Rene

    Freut mich – mache derzeit den gleichen Schritt!

    Solidarische Grüße, Rene

  16. Silke

    Ihr wollt keine tierischen Lebensmittel mehr "Sehen"?? Heißt das, ihr wollt anderen Menschen eure Lebensweise aufzwingen?

  17. Jason

    @Silke: Nein, den Satz hast du falsch verstanden. Es geht darum dass wir "Tiere nicht mehr als Lebensmittel [an]sehen" wollen. Aufzwingen ist ein Konzept das nicht funktioniert.

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